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27. März 2025

Ein Parcours für mehr Bewusstsein

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„Ein Hindernisparcours ist doch nichts Besonderes“, hört man oft von unseren Kindern und Teenies. Doch wie verändert sich eine Strecke, wenn man auf Gehhilfen angewiesen ist? Diese Frage haben wir uns im Jugendzentrum Meidling gestellt und einen inklusiven Parcours konzipiert, der Barrieren erfahrbar macht.

Alle Besucher:innen des Kinderbetriebes (6–13 Jahre) konnten daran teilnehmen. Die Herausforderung bestand darin, den Parcours mit Krücken und nur auf einem Bein zu bewältigen. In unserem Garten haben wir dafür eine Strecke mit verschiedenen Hindernissen markiert: Hütchen mit einer Stange zum Überspringen, einen Abschnitt mit Hula-Hoop-Reifen zum Hineinhüpfen und zwei aufeinandergestapelte Paletten, die vorsichtig überwunden werden mussten. Besonders hier zeigte sich, wie wichtig eine gute Balance und der sichere Umgang mit Gehhilfen sind.

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Viele der Kinder hatten vorher noch nie Krücken benutzt und merkten schnell, dass es Übung braucht, um sich sicher damit zu bewegen. Rückblickend hätten wir eine Eingewöhnungsphase einplanen können, um den Umgang mit den Hilfsmitteln außerhalb der Wettkampfsituation zu üben. Dennoch war es für alle eine spannende Erfahrung, die zum Nachdenken über Mobilität und Barrierefreiheit anregte.

Der Parcours war nicht als Wettbewerb gedacht, sondern als Möglichkeit, sich mit ungewohnten Bewegungsabläufen auseinanderzusetzen. Die Kinder hatten viel Freude daran und viele wollten auch nach Abschluss des offiziellen Teils weiter experimentieren. Uns war wichtig, das Thema Behinderung nicht als kurzfristige „Challenge“ darzustellen, sondern als Anstoß, über Zugänglichkeit und Barrieren in unserer Umgebung nachzudenken.

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